Rheuma Medikamente: Was man halt so braucht?


Als "Rheuma Medikamente" gibt es meist vier, die verschrieben werden:

  • Kortison
  • Lantarel (MTX Variante von Pfizer)
  • Folsäure (wird benötigt um das MTX wieder aus dem Körper zu bekommen)
  • Ibuprofen 600

Je nach Krankheitsbild kann das natürlich variieren.

Ich möchte betonen das im ersten Schritt, nach der Diagnose rheumatoide Arthritis, eine Behandlung durchaus Sinn macht.

Ich habe auch nichts gegen Medikamente, wenn sie sein müssen.
Rheuma Medikamente verschaffen uns Zeit, um sich nach Alternativen umzusehen und sich mit der Natur der Krankheit auseinanderzusetzen.

Die Rheuma Medikamente Kortison, Ibuprofen und MTX sind für mich aber keine langfristigen Optionen, das ergibt sich aus meinen Erfahrungen, zumindest was das Lantarel betrifft. Cortison habe ich gleich abgelehnt, das kam nur für den Notfall in Frage und Ibuprofen habe ich auch nur bei starken Schmerzen, kurzfristig, eingesetzt.

Die Folsäure wird als "Antagonist" zum MTX eingesetzt. Sie wird eingenommen, "dockt" an das MTX an und sorgt dafür das es ausgeschwemmt wird. Deshalb ist viel trinken auch wichtig. Sonst gibt es Ablagerungen, die wiederum die Nieren schädigen.

Die Folsäure habe ich einmal vergessen. 

Nach 42 Stunden hatte ich massive Vergiftungserscheinungen (durch das Lantarel), konnte nicht mehr klar denken und musste noch nach hause, da meine Folsäure dort lag.
Das war sehr Abenteuerlich. Ich musste meine Arbeit abbrechen und durfte eigentlich auch kein Auto mehr fahren.

Im Vorfeld, der Medikation, hatte ich schon von einem Fall gehört, bei dem ein spontanes Organversagen aufgetreten ist. In diesem Fall eine Niere.
Daher wollte ich die erste Einnahme nicht allein vornehmen. Sollte etwas unvorhergesehenes passieren, kann wenigstens jemand Hilfe holen.

Das erste mal Lantarel

Als ich Lantarel dann erste mal genommen habe, das war im Sommer 2014, habe ich deutlich gemerkt das in meinem Körper etwas "durcheinander" gewirbelt wird.
Die 20 mg habe ich Mittags genommen, am Nachmittag waren wir spazieren. Ich bin gegangen, als ob ich ganz schön einen "im Kahn" habe.
Zwischendurch immer wieder leichtes Taumeln, das Gleichgewichtsgefühl war stark beeinflusst und ich bekam immer wieder Hitzewallungen.
Da Lantarel sich in den Körper erst "einschleichen" muß, war an weniger Schmerzen erst einmal nicht zu denken.

In der Zweiten Woche wurden die wechselnden Rheuma-Herde dann weniger. Zum Glück.
In der dritten Woche waren sie dann fast ganz verwunden und in der 4 Woche war ich schmerzfrei.
Das gab mir ein Stück Lebensqualität zurück.

Durch die "Nebenwirkungen" war es nun aber so, das ich sehr schnell müde geworden bin. Die Leistungsfähigkeit lässt sehr deutlich nach.
Wollte es man die körperliche Leistung beziffern, würde ich sagen ca. 50%, eher darunter.

Die festgestellten Einschränkungen bei Lantarel:

  • Leistungsvermögen unter 50%
    Normale Tätigkeiten sind sofort "schweißtreibend". Also die Wohnung saugen und dann das Shirt wechseln, weil es nass ist, z.B.
  • Auch die sexuelle Leistungsfähigkeit lässt nach. Darüber sollte man reden, das ist für den Partner wichtig zu wissen. Die Spermienproduktion geht deutlich zurück. Das will erst einmal verdaut werden. Im zweiten Schritt kannst Du über Möglichkeiten nachdenken, die Dir helfen wieder richtig Spaß zu haben (werde ich noch schreiben).
  • Durch die verminderte Zellteilung im Körper regeneriert er nicht mehr so schnell. Du brauchst mehr Zeit zum Gesund werden (Erkältungen zum Beispiel).
  • Spannen der Haut im Gesicht, des öfteren das Gefühl, als ob viele kleine Fliegen auf mir krabbeln würden (Hautkribbeln)
  • Das Zahnfleisch bildet sich zurück (Vorsicht beim Zahnarzt: Das ist KEINE Parodontitis!)

Wenn ich mir den Beipackzettel und die Informationen des Herstellers ansehe, dann habe ich die geringsten Nebenwirkungen gehabt.

Die festgestellten Einschränkungen bei Ibuprofen:

Bei Anwendung über 2 Tage Probleme im Magen Darm Bereich, mit Durchfall und Blähungen.
Das kann natürlich bei jedem Menschen etwas unterschiedlich ausfallen.

Überfordere Dich nicht!

Wenn Du auf 50% Leistung läufst, aber versuchst 100% zu bringen, dann bedeutet das: Du leistest 200%, gegenüber einem gesunden Menschen!
Das wirst Du nicht lange durchhalten können.
Warum 200%? Weil für Deinen Körper, durch die Rheuma Medikamente, 50% normal sind. Also eigentlich 100%. Versuchst Du das Leistungsniveau eines gesunden Menschen zu erreichen, müsstest Du das doppelte bringen.
Das verlangt Dir exorbitant viel ab.

Übrigens: Wusstest Du, das Du mit der Diagnose rheumatoide Arthritis, Anspruch auf Anerkennung einer Behinderung hast?

Wenn Du den Antrag stellst, dann wirst Du gleich bei 20% Behinderungsgrad eingestuft. Das kommt natürlich auch auf das Krankheitsbild an, aber am Anfang sind es 20%.
Solltest Du Deinen Job verlieren, dann erleichtert Dir das die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur.
Du kannst nicht nach normalen "Kriterien" zur Jobsuche verdonnert werden.

Derzeit mache ich sehr gute Erfahrungen mit Alternativen, von denen ich hier regelmäßig berichte.

Viele Grüße
Jürgen

 
 

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