CRP-Wert, Blutwerte, Blutbild

Blutwerte Abkürzungen

Das solltest Du wissen, wenn es um Dein Blutbild geht. Die Laboriden.

Blutwerte Übersicht

Hier habe ich Dir Dokumente verlinkt, auf denen Du die Referenzwerte sehen kannst:

Medizinische Normalwerte bei Menschen

WertMännerFrauengemessen in
Körpertemparatur36,5-37,536,5-37,5°C
Blutdruck< 140/90< 140/90mmHg
Ruhepuls60-8060-80Schläge/min
Puls bei Leistungbis 180bis 180Schläge/min
Atemfrequenz13 +- 613 +- 6mal/min
Atemminutenvolumen6-86-8liter/min
Atemzugsvolumen550+-200550+-200ml

Die wichtigsten Laboriden bei rheumatoider Arthritis

Alkalische Phosphatase (AP)

  • Gruppe von Eiweißverbindungen (Proteinen), die für die Aufspaltung von Phosphatverbindungen im Organismus zuständig sind
  • Dieser Blutwert lässt auf die Funktion von Leber und Galle, sowie auf Erkrankungen der Knochen schließen
  • Der AP Wert ist altersabhängig

Normbereich
Männer40 bis 130
Frauen35 bis 104

Basophile Granulozyten (BAS)

  • Gruppe der weißen Blutkörperchen oder Leukozyten
  • Teil der körpereigenen Immunabwehr
  • Bei allergischen Reaktionen wie Asthma oder Heuschnupfen vermehrt nachweisbar

Normbereich
Männer20 – 80 Zellen/ µl Blut / oder unter 2%
Frauen20 – 80 Zellen/ µl Blut / oder unter 2%

C-reaktives Protein (CRP)

  • Zeigt Entzündungen im Körper an, aber nicht wo
  • Kann bereits erhöht sein, wenn noch keine weiteren Symptome sichtbar sind
  • Wird in der Leber gebildet
  • Markiert "fremde Zellen" oder zerstörtes Gewebe für die Fresszellen des Immunsystems
  • Kann schon bei Erkältung schnell steigen 

Normbereich
Männer<10 mg/l (oder <1 mg/dl)
Frauen<10 mg/l (oder <1 mg/dl)
leicht erhöhtmäßig erhöhtstark erhöht
10-50 mg/l50-200mg/l>200mg/l

Eosinophile Granulozyten (EOS)

  • Eine bestimmte Untergruppe der Granulozyten
  • Etwa 2-4% der Granulozyten sind eosinophile Granulozyten
  • Verantwortlich für die Abwehr von Parasiten
  • Wichtige Rolle bei Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Allergien)

Normbereich
Männer50 - 250/µl (1 - 4%)
Frauen50 - 250/µl (1 - 4%)

Erythrozyten (ERY)

  • Blutzellen für den Sauerstofftransport
  • Sind rot gefärbt, da sie den roten Blutstoff Hämoglobin enthalten
  • Werden durch das Knochenmark hergestellt
  • Gehalt im Blut ist bei Mann und Frau unterschiedlich
  • Geringe Anzahl kann ausgelöst werden durch: Äußere Blutungen / starke Menstruationsblutung / Geburt / Operationen

Anzahl pro Mikroliter Blut
Männer4,5 – 5,9 Millionen
Frauen4,1 – 5,1 Millionen

Eine geringe Erythrozytenzahl kann bedeuten:

  • Eisenmangel
  • Vitaminmangel
  • Funktionseinschränkung des Knochenmarks
  • Infektionen
  • Krebsarten
  • rheumatische Erkrankungen

Glutamat Oxalacetat Transaminase (GOT)

  • Enzym, das im Herzmuskel, in der Skelettmuskulatur und in den Leberzellen vorkommt
  • Gibt Anhaltspunkte für Erkrankungen der Leber, Gallenwege oder der Skelettmuskeln
    (bei Rheumapatienten wichtig wegen der Medikamente)

Normbereich
Männerunter 50 U/l
Frauenunter 50 U/l

Glutamat Pyruvat Transaminase (GPT)

  • Enzym, das vor allem in der Leber, aber auch im Herzmuskel und in der Skelettmuskulatur
  • Durch körperliche Anstrengung, Hämolyse (Zerfall der roten Blutkörperchen) oder durch die Einnahme von Medikamenten kann der Wert steigen

Normbereich
Männerunter 50 U/l
Frauenunter 50 U/l

Gamma Glutamyl Transferase (GGT)

  • Enzym, das in der Leber, den Nieren, der Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Milz und anderen Geweben vorkommt
  • Das im Blut bestimmte GGT stammt aus der Leber
  • Gamma-GT ist an die Wand der Zellen in der Leber und in den Gallenwegen gebunden
  • Ab einer leichten Schädigung von Leber oder Gallenwegen steigt der Wert

Normbereich
Männerunter 60 U/l
Frauenunter 60 U/l
Als ich noch Rheuma-Medikamente genommen habe erhöhte sich der Wert immer wieder.
Seit ich keine Medikamente mehr nehme sinkt er und ist jetzt wieder im Normbereich.

Hämoglobin (Hb)

  • Protein der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Gibt dem Blut seine rote Farbe
  • Wird es auch als roter Blutfarbstoff bezeichnet
  • Aufgabe des Hämoglobins: Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut
  • Gibt Aufschluss über: Blutarmut (Anämie) oder eine Erhöhung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie)
  • Zeigt Störungen des Wasserhaushaltes (Dehydratation, Hyperhydratation) an

Normbereich
Männer14 – 18 g/dL
Frauen12 – 16 g/dL

Hämatokrit (HKT)

  • Hämatokrit zeigt den Anteil der Blutzellen im Gesamtblut und die Fließfähigkeit des Blutes
  • Ist der Flüssigkeitsanteil des Blutes zu niedrig, steigt der Wert. Blut wird zähflüssiger und fließt langsamer (Gefahr von Thrombosen oder Schlaganfällen)
  • Der Flüssigkeitsanteil des Blutes wird durch starkes Schwitzen, Durchfall oder mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, beeinflusst (Achtung bei Energiedrinks und Getränken mit chemischen Zusätzen)

Anteil am Gesamtblut
Männer40 – 53 %
Frauen40 – 53 %

Kreatinin (KREA)

  • Abbauprodukt von Kreatin aus den Muskeln
  • Der Kreatininwert hängt von Muskelmasse und Alter ab
  • Kreatinin wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden
  • Funktionieren die Nieren normal, wird das Kreatinin fast vollständig über die Nierenkörperchen (Glomeruli) filtriert
  • Kreatinin zeigt ob die Nieren richtig arbeiten

Normbereich
Männerbis 1,1 mg/dl
Frauenbis 0,8 mg/dl

Leukozyten (LEUKO)

  • Leukozyten dienen der Infektabwehr
  • Enthalten keinen roten Blutfarbstoff (daher der Begriff weiße Blutzellen oder weiße Blutkörperchen)
  • Leukozyten stammen aus dem Knochenmark
  • Spezielle Faktoren sorgen dafür, dass sich verschiedene weiße Blutkörperchen entwickeln
  • LEUKO´s haben unterschiedliche Aufgaben bei der Immunabwehr
  • Untergruppen der LEUKO: Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten

Normbereich
Männer3,5 - 9,8 /nl
Frauen3,5 - 9,8 /nl

Lipase (LIP)

  • Lipasen-Enzyme spalten Fette aus der Nahrung
  • Die wichtigste Lipase für die Fettverdauung ist die Lipase der Bauchspeicheldrüse
  • Der Lipase Wert steigt bei Nierenschwäche (Zusammenhang mit Medikamenten bei chronisch Kranken)

Normbereich
Männerbis 60 U/l
Frauenbis 60 U/l

Lymphozyten (LYMNA)

  • Lymphozyten sind ein Teil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Zuständig für die Abwehr von Krankheitserregern
  • Anteil an den Leukozyten (siehe LEUKO) 25 bis 40 Prozent

Normbereich
Männer18 - 48 %
Frauen18 - 48 %

MCH, MCHC, MCV und RDW

  • Die Werte werden genutzt um die Ursache für eine Blutarmut (Anämie) zu finden
  • Werte zu niedrig bei: Eisenmangel / Vitamin B6-Mangel / Eisenverwertungsstörung / Infektionen
  • Werte zu hoch bei: Alkoholismus (MCH, MCV) / Vitamin B12-Mangel / Folsäuremangel / Chronische / Leberkrankheiten / Blutkrankheiten
Man wollte mir mal Alkoholmissbrauch mit diesen Werten unterstellen. Damals war das Rheuma noch nicht diagnostiziert. Es gab ziemliche Diskussionen mit den Ärzten, die nicht darauf kamen das es auch etwas anderes sein könnte, als Alkohol.
Im nachhinein war es dem massiven Folsäuremangel geschuldet.

Normbereich
MCH28 - 33 pg/Zelle
MCHC32 - 36 g/dl
MCV77 - 103 fl
RDW<15 %

Monozyten (MONO)

  • MONO machen drei bis sieben Prozent der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus (siehe LEUKO)
  • Sie wandern in das Gewebe und wandeln sich dort zu Makrophagen um (die Fresszellen)
  • Fresszellen machen Bakterien oder Gewebetrümmer, beschädigtes Gewebe, unschädlich, indem sie sie sprichwörtlich "fressen"

Normbereich
Männer3 - 14 /nl
Frauen3 - 14 /nl
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Bitte denk daran das Blutwerte schwanken. Die Bestimmung mag exakt sein, aber wir Menschen haben unsere Eigenheiten.
Sollte eine Abweichung festgestellt werden, dann sollte nach einigen Tagen / Wochen ein neuer Test gemacht werden, um die Werte zu bestätigen.
Blutwerte und damit das Blutbild, unterliegen Schwankungen. Menschen sind keine Maschinen :-)

Die eigenen Blutwerte besser verstehen

Zu den Themen Blutwerte, CRP-Wert und weitere Laborwerte, gibt es klasse Bücher bei Amazon. Ich war überrascht was es da alles gibt. Das erweitert den Horizont auf jeden Fall und man kann sich gut selbst ein Bild machen, über das was wirklich wichtig ist. Ärzte sind auch nur Menschen und können sich mal irren, oder etwas übersehen ;)

CRP Wert & Co besser verstehen
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